Coaching & Therapie
Coaching und psychotherapeutische Begleitung bei ADHS im Erwachsenenalter
Viele kommen wegen konkreter Schwierigkeiten: Prokrastination, fehlender Struktur, Erschöpfung oder wiederkehrenden Konflikten. Manchmal fehlt eine passende Strategie, manchmal lässt sich vorhandenes Wissen im Alltag einfach nicht umsetzen. In meiner Begleitung verbinde ich konkrete Unterstützung mit einem genaueren Blick darauf, was deine Situation wirklich beeinflusst.
Du musst dich nicht entscheiden.
Konkreter Alltag und persönliche Zusammenhänge
Manche Menschen kommen mit einem sehr konkreten Anliegen: Aufgaben verlässlicher beginnen, weniger aufschieben, Entscheidungen treffen, den Alltag besser organisieren oder einen besseren Umgang mit Überforderung entwickeln. Dann schauen wir zunächst darauf, was die Umsetzung erschwert, was bereits versucht wurde und welche Veränderungen im Alltag tatsächlich machbar sind.
Bei anderen Themen reicht eine neue Strategie allein nicht aus. Frühere Erfahrungen, das eigene Selbstbild, Beziehungen oder der Umgang mit Erwartungen, Kritik und Zurückweisung können eine Rolle spielen. Nicht jede Schwierigkeit muss ausführlich biografisch aufgearbeitet werden. Gleichzeitig lässt sich nicht jedes Problem mit einer neuen Methode lösen.
Coaching richtet den Blick vor allem auf aktuelle Fragen, Entscheidungen und Handlungsmöglichkeiten. Psychotherapeutische Begleitung kann sinnvoll sein, wenn belastende Erfahrungen, starke emotionale Reaktionen, Selbstwertthemen oder wiederkehrende Muster eine wesentliche Rolle spielen. Der Schwerpunkt ergibt sich aus deinem Anliegen und kann sich im Verlauf verändern.
ADHS erklärt vieles, aber nicht automatisch alles.
Viele Erwachsene haben sich bereits intensiv mit ADHS beschäftigt und wissen theoretisch sehr viel darüber. Trotzdem bleibt häufig unklar, was dieses Wissen für die eigene Situation bedeutet.
ADHS wirkt nicht erst seit dem Moment einer Diagnose. Es kann mitgeprägt haben, wie Anforderungen erlebt wurden, welche Rückmeldungen jemand bekommen hat und welche Strategien sich im Laufe des Lebens entwickelt haben.
Gleichzeitig können Beziehungen, Lebensbedingungen, körperliche Faktoren, weitere psychische Belastungen und aktuelle Anforderungen eine Rolle spielen. Relevant ist nicht, alles mit ADHS zu erklären, sondern genauer zu verstehen, welche Faktoren in deiner Situation tatsächlich zusammenwirken.
Verstehen, was im Alltag tatsächlich funktioniert.
Viele Erwachsene mit ADHS wissen sehr genau, was sie tun sollten. Die Schwierigkeit liegt darin, dieses Wissen im entscheidenden Moment verfügbar zu haben und in eine Handlung umzusetzen. Mehr Druck, strengere Pläne oder noch detailliertere Listen lösen das nicht automatisch.
Deshalb schauen wir auch auf die Bedingungen, unter denen etwas funktionieren soll:
- Wie klar ist die Aufgabe?
- Wie groß ist der erste Schritt?
- Welche Reize wirken gleichzeitig?
- Wie hoch ist die innere Anspannung?
- Was erleichtert den Einstieg?
- Welche äußere Unterstützung ist sinnvoll?
ADHS-gerecht zu arbeiten bedeutet nicht, Anforderungen grundsätzlich zu vermeiden.
Es bedeutet, Schwierigkeiten genauer zu verstehen und Bedingungen so zu verändern, dass Umsetzung wahrscheinlicher wird.
Erkenntnisse können ein besseres Verstehen ermöglichen. Ob daraus Veränderung entsteht, zeigt sich meistens erst im Alltag. Manche Strategien funktionieren sofort. Andere müssen angepasst werden. Manche passen grundsätzlich nicht zur eigenen Situation, auch wenn sie theoretisch sinnvoll klingen.
Deshalb wird nicht nur besprochen, was sinnvoll sein könnte, sondern auch, was bei der Umsetzung tatsächlich passiert. Was war hilfreich? Wo wurde es schwierig? Was muss verändert werden?
Zu Beginn kann eine engere Begleitung sinnvoll sein. Später können die Abstände zwischen den Gesprächen größer werden. Ziel ist zunehmende Eigenständigkeit: Du sollst immer besser einschätzen können, wie sich ADHS bei dir zeigt, welche persönlichen Zusammenhänge mitwirken und welche Unterstützung du in unterschiedlichen Situationen brauchst.
Woran du Fortschritt erkennen kannst
Fortschritt bedeutet nicht, dass ADHS verschwindet oder der Alltag dauerhaft reibungslos funktioniert. Er kann sich darin zeigen, dass du:
- früher erkennst, was gerade passiert
- dich nach Überforderung schneller wieder orientierst
- eigene Bedürfnisse klarer benennst
- Entscheidungen bewusster triffst
- Strategien gezielter auswählst
- weniger Energie gegen dich selbst richtest
- Unterstützung konkreter einforderst
- dich gegenüber anderen besser vertreten kannst
Worum es konkret gehen kann.
Die Themen treten häufig nicht einzeln auf. Schwierigkeiten im Alltag können zum Beispiel mit Überforderung, Perfektionismus, emotionaler Anspannung oder einem belasteten Selbstbild zusammenhängen. Die folgende Auswahl zeigt typische Anliegen. Sie ist kein festes Programm und keine Voraussetzung für eine Zusammenarbeit.
Alltag und Organisation
Emotionen und Anspannung
Selbstbild und Selbstwert
Beziehungen und Kommunikation
Beruf, Studium und Selbstständigkeit
Der erste Schritt beginnt im Zuhören.
Bevor es um Methoden geht, schauen wir gemeinsam genau hin: was dich gerade beschäftigt, was schon versucht wurde und was jetzt dran ist.
Für wen die Begleitung geeignet sein kann.
Die Begleitung richtet sich an Erwachsene mit einer ADHS-Diagnose und an Menschen, die bei sich ADHS vermuten. Eine abgeschlossene Diagnostik ist keine Voraussetzung.
Eine Begleitung kann sinnvoll sein, wenn du:
- konkrete Schwierigkeiten im Alltag verändern möchtest
- bereits viel über ADHS weißt, bei der Umsetzung aber nicht weiterkommst
- dich selbst und deine Reaktionen besser einordnen möchtest
- praktische Strategien brauchst, ohne andere Zusammenhänge auszublenden
- eine bestehende Therapie um eine ADHS-spezifische Perspektive ergänzen möchtest
- auf eine Diagnostik oder medizinische Behandlung wartest
- deinen Unterstützungsbedarf besser einschätzen möchtest
Eine medizinische Diagnostik oder Behandlung findet im Rahmen meiner Arbeit nicht statt.
Fachliche und persönliche Perspektive
Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemischer Coach und Mentaltrainerin. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf ADHS im Erwachsenenalter. ADHS kenne ich nicht nur aus der Begleitung von Klientinnen und Klienten, sondern auch aus eigener Erfahrung.
Die eigene Betroffenheit ersetzt keine fachliche Qualifikation. Sie ergänzt sie jedoch um eine Perspektive auf Schwierigkeiten, die von außen nicht immer sichtbar oder unmittelbar nachvollziehbar sind. In meiner Arbeit verbinde ich Wissen über ADHS, Coaching, psychotherapeutische Erfahrung und konkrete Arbeit am Alltag.
So beginnt eine Begleitung.
Kostenfreies Erstgespräch
Das Erstgespräch dauert etwa 20 bis 30 Minuten und findet online oder telefonisch statt. Du kannst kurz schildern, worum es dir geht, und Fragen zu meiner Arbeitsweise stellen. Gleichzeitig klären wir, ob dein Anliegen in meinen Arbeitsbereich fällt. Das Gespräch ist keine therapeutische Sitzung und verpflichtet dich zu nichts.
Erste gemeinsame Einordnung
Zu Beginn schauen wir auf deine aktuelle Situation: Was beschäftigt dich gerade am meisten? Was wurde bereits versucht? Was soll sich verändern? Nicht alles muss sofort ausführlich besprochen werden. Zunächst geht es darum, die Situation zu sortieren und sinnvolle Schwerpunkte zu setzen.
Weitere Termine
Häufigkeit und Dauer richten sich nach deinem Anliegen. Es gibt kein standardisiertes Programm und keine festgelegte Anzahl an Sitzungen. Die Gespräche finden überwiegend online statt, telefonische Termine sind nach Absprache ebenfalls möglich.
Wie andere die Zusammenarbeit erleben.
„Ich habe wertvolle Tipps und Strategien erhalten, die mir mein Leben erleichtern, mir helfen Sachen zu strukturieren und schwierige Situationen zu meistern. Vor allem aber hat sie mir geholfen, mich und mein Handeln besser zu verstehen.“
„Frau Öcal wirkte auf mich fachlich wie menschlich hoch qualifiziert und engagiert.“
Kostenfreies Erstgespräch
Du musst vor dem Erstgespräch noch nicht wissen, ob du Coaching, psychotherapeutische Begleitung oder vor allem konkrete Unterstützung für den Alltag brauchst. Wir klären zunächst, worum es geht und ob meine Arbeitsweise zu deinem Anliegen passt.
Du kannst direkt einen Termin buchen oder mir über das Kontaktformular schreiben, wenn dir das lieber ist.
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Fragen zur Begleitung
Nein. Eine Diagnose ist keine Voraussetzung für ein Erstgespräch oder eine begleitende Zusammenarbeit. Ich führe keine fachärztliche oder medizinische ADHS-Diagnostik durch. Beobachtungen und Fragen können jedoch gemeinsam sortiert werden.
Grundsätzlich ja. Dabei sollte klar sein, welche Fachperson für welchen Bereich zuständig ist. Medizinische Fragen, Verordnungen und Kontrollen gehören in ärztliche Hände.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Anliegen können in wenigen Terminen geklärt werden. Bei komplexeren oder länger bestehenden Themen kann eine längere Begleitung sinnvoll sein.
Ja. Die Begleitung findet überwiegend per Video statt und ist deshalb unabhängig vom Wohnort möglich. Telefonische Gespräche sind nach Absprache ebenfalls möglich.
Die Begleitung ist eine Selbstzahlerleistung. Eine Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen erfolgt nicht. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.